Großen Panoramen mit Hugin

Panoramen!

Wer hat noch nicht daran gedacht mal ein Panorama zu erstellen? Man steht z.B. auf einem Berg und möchte einen größeren Blickwinkel aufnehmen, als das Weitwinkelobjektiv hergibt. Vor genau solch einer Situation stand ich in meinem letzten Skiurlaub. Ich hatte mich schon vorher mit der Erstellung von Panoramen auseinander gesetzt, so dass ich mich sofort daran gemacht habe die notwendigen Bilder zu machen. Das Ergebnis ist als kleine Versionen oben zu sehen. Das Originalbild hat etwa 250 Megapixel.

Zur Erstellung eines Panoramas werden mehrere Fotos aufgenommen und diese hinterher am Computer zu einem Bild zusammengebaut. Es ist sehr wichtig dabei gewisse Grundregeln einzuhalten. Ich will hier nicht auf Details eingehen. Dazu gibt es sehr gute Hilfen bereits im Netz. Eine sehr gute Einführung, die teilweise sehr in die Tiefe geht ist auf der Website von Paddy/www.neunzehn72.de zu finden.

In diesem Post möchte ich auf ein paar Stolpersteine eingehen, die sich bei mir ergeben haben. Aber erst einmal der Reihe nach:

Da ich mit den Skiern unterwegs war und die Kamera im Gepäck hatte, konnte ich auch kein Stativ mit Panoramakopf mitnehmen. Also war angesagt die Bilder aus der Hand aufzunehmen. Dabei habe ich mich bemüht die Kamera immer um ihren Nodalpunkt zu drehen. Um eine schön große Auflösung im endgültigen Bild zu haben, habe ich insgesamt 24 Bilder gemacht. Das Panorama besteht also aus zwei Reihen a 12 Bilder.
Am heimischen Rechner habe ich die Bilder erst einmal durch Lightroom geschickt und vor allem die Objektivkorrekturen angewendet.
Als Einstieg in die Panoramafotografie bietet sich die Open Source Software Hugin an. Es sind auf der dortigen Website auch viele Tutorials zu finden, die einem die Bedienung erklären. So kann man noch kurzer Einarbeitungszeit erfolgreich die ersten Panoramen erstellen.
Ich hatte die Fotos ja aus der Hand geschossen. Entsprechend gab mir das Programm größere Differenzen bei den Kontrollpunkten an. Da im Nahbereich aber immer nur die Piste zu sehen ist, habe ich es mir einfach gemacht und alle Kontrollpunkte im Nahbereich gelöscht. Das Panorama wurde also nur anhand etwas entfernter Kontrollpunkte berechnet. Das Ganze hat sehr gut funktioniert, es sind keine offensichtliche Stitchingfehler zu sehen.  :-)
Nun habe ich das Panorama berechnen lassen. Aufgrund der Datenfülle dauert das bei meinem Rechner mal bis zu zwei Stunden! Als das Panorama fertig war, sind mir bei der  genauen Betrachtung Pixelfehler aufgefallen. Diese äußern sich in etwa ein Pixel breiten horizontalen schwarzen Linien. Etwas Suche im Internet hat dann zu Tage gebracht, dass die Ursache in dem Programm “enblend.exe” liegt. Bei großen Panoramen kann das Auftreten. Der Bug ist bekannt, aber halt noch existent. Ich habe deshalb “enblend” durch “smartblend” ersetzt. Nun habe ich fehlerfreie Panoramen bekommen. Allerdings dauert die Berechnung jetzt etwas länger, das Ergebnis ist dafür super.

Das fertige Panorama lässt sich jetzt noch in 70 x 210 cm bei einer Auflösung von 200 dpi ausdrucken. Und was soll ich sagen. Das Ergebnis entschädigt einen für die ganzen Mühen bei der Erstellung.  :-)

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